Inv. 21351 + 21376, Köln, Papyrussammlung

Koeln XI 429, 430 Druck
429_30_21351_21376
JPG 21351
P.Koeln inv. 21351+21376 05
Koeln XI 429, 430 r
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P.inv 21351+21376 April 07-3
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PK21351ar
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TIF 21351
P.Koeln.inv. 21351+21376 05-2
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TEI EpiDoc-C
Trismegistos-Nummer
Objekttyp
  • Rolle
Material
  • Papyrus
Dimensionen
  • Breite: 11,5 cm • Höhe: 17 cm
Bibliographie
  • Abbildung
    ZPE 147, 2004, Tafel VII 21351r
  • Abbildung
    ZPE 149 (2004) 1

Texte

RectoEin neuer Sappho-Papyrus
Textsorte literarisch
Datierung 3. bis 2. Jh. v. Chr.
Herkunft
Sprache/n Griechisch
Schrift Griechisch
Schreib­richtung parallel zu den Fasern
Tinte schwarz
Beschreibung der Hand Buchschrift des frühen dritten Jahrhunderts nach Chr. mit "epigraphischen" Buchstabenformen bei Epsilon, Zeta und Ypsilon und einmal kursivem Omega wie im Timotheos-Papyrus.
Gliederungs­zeichen
Status publiziert
Publikationsnr. P. Köln XI 429
Illustrationen, Symbole und Zeichnungen
Bibliographie
  • Editio princeps
    M. Gronewald & R. W. Daniel, Ein neuer Sappho-Papyrus, ZPE 147, 2004 1-8
  • Sonstiges
    Nachtrag zum neuen Sappho-Papyrus, ZPE 149, 2004 1-4
  • Sonstiges
    V. di Benedetto, Osservazioni sul nuovo papiro di Saffo, ZPE 149 (2004) 5–6
  • Sonstiges
    W. Luppe, Überlegungen zur Gedicht-Anordnung im neuen Sappho-Papyrus, ZPE 149 (2004) 7–9
  • Sonstiges
    H. Bernsdorff, Schwermut des Alters im neuen Kölner Sappho-Papyrus, ZPE 150 (2004) 27–35
  • Sonstiges
    M. L. West, The New Sappho, ZPE 151 (2005) 1–9
  • Sonstiges
    H. Bernsdorff, Offene Gedichtschlüsse ZPE 153 (2005) 1–6
  • Sonstiges
    V. di Benedetto, La nuova Saffo e dintorni, ZPE 153 (2005) 7–20
  • Sonstiges
    A. Hardie, Sappho, the Muses, and Life after Death, ZPE 154 (2005) 13–32
  • Sonstiges
    L. Bettarini, Note linguistiche alla nuova Saffo, ZPE 154 (2005) 33–39

Zwei Gedichte Sapphos. Das erste Gedicht des Kölner Papyrus hat den Nachruhm der Dichterin zum Thema. Sie stellt sich vor, dass sie nach dem Tod ebenso geehrt sein wird wie im Leben. Gedanken an den Tod und der damit verbundenen Ehre (Vv.7-8) sind eingerahmt von Lebensäusserungen (Vv.6 und 9), die in dem Bild der Harfe spielenden und singenden, zum Schluss die Muse apostrophierenden Dichterin gipfeln (Vv.10-11). Im zweiten Gedicht apostrophiert Sappho zunächst die Mädchen ihres Kreises. Dann zählt sie detailliert die Symptome ihres Alterns auf. Schliesslich tröstet sie sich mit der resignierenden Feststellung, dass man als Mensch nicht vom Alter verschont bleibt, was sie mit dem mythologischen Exemplum von der unglücklichen Liebesbeziehung zwischen Eos und Tithonos belegt. Der Inhalt des Textes überschneidet sich mit Sappho fr. 58 Voigt.

Literarisch, Dichtung, Alter

RectoLyrischer Text
Textsorte literarisch
Datierung 3. bis 2. Jh. v. Chr.
Herkunft
Trismegistos
Sprache/n Griechisch
Schrift Griechisch
Schreib­richtung parallel zu den Fasern
Tinte schwarz
Beschreibung der Hand Gegenüber der Schrift der Sappho-Gedichte (P.Köln XI 429) ist diese weniger sorgfältig, etwas grösser und runder, was besonders am Buchstaben Epsilon deutlich wird, welcher immer rund ausgeführt ist.
Gliederungs­zeichen
Status publiziert
Publikationsnr. P. Köln XI 430
Illustrationen, Symbole und Zeichnungen
Bibliographie
  • Editio princeps
    ZPE 154, 2005

Unbekannter lyrischer Text mit erotischer Thematik, dessen Bezug auf Sappho zwar naheliegend, aber nicht beweisbar ist. Drei Abschnitte heben sich heraus: Zunächst findet sich eine längere Anrede an einen "Knaben" und "Freund" mit einer Häufung von wenig schmeichelhaften Vokativen (1-3), später ist vom Licht der Sterne und der feuerglänzenden Sonne die Rede (6–7), schliesslich wird Orpheus genannt (9), womit das folgende bis zum Ende vereinbar ist, wenn auch das feminine Partizip (13) zeigt, dass eine Frau handelndes Subjekt ist. Man könnte vermuten, dass sie wie Orpheus die liebreizende, wohltönende Leier handhabt (11–13).

Literarisch, erotische Dichtung, Dialog, Dikolon, Orpheus